Tillandsia tectorum

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Systematik
Familie: Bromelien (Bromeliaceae)
Unterfamilie: Tillandsioideae
Gattung: Tillandsia
Untergattung: Allardtia
Art: tectorum
Varietäten: tectorum
globosa
viridula
Formen: tectorum
gigantea
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Tillandsia tectorum E. Morren, 1877

Mit ihrer starken Beschuppung, die ihr ein schneeweißes Aussehen verleihen, gehört Tillandsia tectorum wohl zu den schönsten und vielgestaltigsten Tillandsienarten überhaupt. Sie kam bereits Ende des 19. Jahrhundert nach Europa und ist seitdem in fast jeder Bromeliensammlung zu finden. Die Vielfalt in Gestalt und Größe ist aufgrund des großen Verbreitungsgebietes enorm, um so erstaunlicher ist es, dass sich bis vor wenigen Jahren kaum eine Veröffentlichung mit diesem Komplex auseinander gesetzt hat.

Erst im Jahr 2005 hat L. Hromadnik diese vielgestaltige Art und ihren Verwandtschaftskreises überarbeitet. Dabei hat sie zwei neue Varietäten, eine Form und mehrere neue Arten beschrieben, die bis zu diesem Zeitpunkt alle noch zu Tillandsia tectorum gerechnet wurden. Dazu zählen Tillandsia lithophila, Tillandsia chusgonensis, Tillandsia tomekii, Tillandsia stellifera, Tillandsia malyi und Tillandsia oblivata. Auch wurde Tillandsia rupicola Baker, 1888, bis dahin als Synonym zu Tillandsia tectorum gestellt, wieder als eigene Art anerkannt.


Inhaltsverzeichnis


Verbreitung:

Süd-Ecuador bis Zentral-Peru
lithophytisch, selten epiphytisch
1500 - 3000 m, selten in tieferen Lagen bis 800 m


Kultur:

Diese Art ist, bis auf ihren Lichthunger, recht anspruchslos und somit für Anfänger sehr gut geeignet. Sie wächst an ihrem Heimatstandort an voll-sonnigen Stellen und ist dabei, bedingt durch die Höhe starker UV-Strahlung ausgesetzt. Daher sollte in der Kultur der sonnigste Platz gewählt werden, der zur Verfügung steht. Im Sommer also möglichst im Freien halten, im Winter so nahe am Licht wie eben geht. Dauerkultur in Räumen ist nur unter Einsatz von Zusatzbelichtung auf Dauer erfolgreich. Man darf sie also getrost als sonnen-hungrig bezeichnen und kann sich bei den Kulturbedingungen in etwa an Kakteen orientieren, mit denen sie in der Heimat oft vergesellschaftet ist.

Für die epiphytische Kultur ist Wahl der Unterlage nebensächlich, Tillandsia tectorum lässt sich auf Holz, Stein, in leeren Ampeln oder Körbchen oder einfach nur an einem Stück Draht angebunden halten.

Pflanzenschutz: Zu hohe Luftfeuchtigkeit und zu starke Bewässerung im Winter können zu grüner Algenbildung auf den silber-beschuppten Blättern und in Folge auch zu Pilzbefall und Ausfällen führen. Während der Überwinterung ist daher die Bewässerung der Temperatur anzupassen. Je kühler desto trockener. Im Sommer kann es in Freilandkultur in Einzelfällen zu Flecken auf den Blättern kommen, an denen die Schuppen fehlen. Die wird durch Wespen verursacht, die die Schuppen abfressen. Meist hält sich dieser Schaden aber in Grenzen, sodass kein Eingreifen notwendig ist.


Fotos:

 


Fotolinks:


Erstbeschreibung:

Tillandsia tectorum E. Morren (1877) La Belgique Horticole 27: 328
(Belgique Hort.)


Synonyme:

  • Tillandsia argentea K. Koch, 1868; non Grisebach, 1866
  • Pourretia nivosa hortus ex E. Morren, 1877
  • Tillandsia saxicola Mez, 1906


Literatur:

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