Tillandsia grandis

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Tillandsia grandis (TS) 00149.jpg
Systematik
Familie: Bromelien (Bromeliaceae)
Unterfamilie: Tillandsioideae
Gattung: Tillandsia
Untergattung: Pseudalcantarea
Art: grandis
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Tillandsia grandis Schlechtendal, 1844

Wie der Name schon vermuten lässt, wird diese Art groß, wirklich groß. Es ist die grösste Tillandsia-Art überhaupt, ihr Blütenstand kann bis zu 3,50 Meter hoch werden! Tillandsia grandis ist eine von nur 4 Arten der Untergattung Pseudalcantarea. Sie stammt aus Zentralamerika und wächst dort an steilen Felswänden. Zur Blütezeit bildet sie ihre Infloreszenz zunächst senkrecht aus. Im Laufe der Entwicklung neigt sich dieser dann einmal leicht zur Seite (am Standort vermutlich von der Felswand weg) um sich dann wieder aufzurichten. So entsteht die leicht geschwungene Form des Schaftes.
Die Blüten öffnen sich im Laufe des späten Nachmittags, bleiben über Nacht geöffnet und schließen sich am nächsten Tag wieder. Bestäubt wird Tillandsia grandis von Fledermäusen. Dies erklärt wohl auch die o.g. Form der Infloreszenz, um so den Bestäubern nahe der Felswand mehr Platz zum Manövrieren zu bieten.


Inhaltsverzeichnis


Verbreitung:

Süd-Mexiko bis Nicaragua
lithophytisch, selten epiphytisch
850 - 1500 m


Kultur:

Generell ist eine Kultur aufgebunden möglich, aber die Pflanzen wachsen so extrem langsam, besonders wenn sie noch klein (unter 10-15 cm) sind. Solche Jungpflanzen wachsen schneller, wenn man sie topft. Als Substrat reichte eine Mischung aus groben, mineralischen Bestandteilen oder einfach nur Tonscherben, da die Pflanzen oft kaum Wurzeln bilden und nur Halt benötigen. Als Felsbewohner bilden sie oft die Wurzeln nur an einer Seite des Wurzelhalses und an der gegenüberliegenden die Kindel.
Wichtig: Kindelbildung erfolgt i.d.R. nur im Jugendstadium, ältere oder verblühte Pflanzen kindeln kaum bis gar nicht mehr, darum immer rechtzeitig diese entfernen und ankultivieren.
Ein leicht schattierter Standort ist zu bevorzugen, da Tillandsia grandis besonders nach einem dunklen Winter an ersten sonnigen Frühlingstagen schnell Blattverbrennungen erleidet. Zumindest sollte man für ausreichenden Abstand zum Glas sorgen.


Fotos:


Fotolinks:


Erstbeschreibung:

Tillandsia grandis Schlechtendal (1844) Linnaea 18: 424-426
(Linnaea)


Synonyme:

  • Tillandsia viridiflora sensu L.B. Smith, 1938; non Baker, 1888


Literatur:

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